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Künstler ohne Grenzen
Artistes sans frontieres
Nächster Sendetermin:
Sendetermin noch nicht festgelegt.
Mediennummer:
4284681 (F, VHS) / 4284683 (D, VHS) / 4681546 (, DVD)
Sommer 2000: Zwei grenzüberschreitende Kunstprojekte - ein Kunst-Parcours in Dortmund und die fünfte Biennale für zeitgenössische Kunst in Lyon.
In Dortmund laden zwei Ausstellungsmacher 17 französische Künstler
ein.
Sie sollen das verrufene Brückstraßenviertel beleben. Seit
Jahren brachliegende Flächen und leerstehende Räume werden in
Orte der Kunst verwandelt.
"Plan B" heißt die Aktion.
Sylvie Ungauer und Slimane Raïs gehören zur französischen
Künstlergruppe.
Sie plant eine Internetinstallation, einen virtuellen Spaziergang durch
die Brückstraße, er befragt die Dortmunder zu ihren Ängsten
und Träumen, um ihre Antworten dann auf der Straße zu verewigen.
Beide, Sylvie Ungauer und Slimane Raïs suchen die Begegnung mit einem Ort und den Menschen an diesem Ort.
In Lyon wird die fünfte Biennale für zeitgenössische Kunst vorbereitet. Sie steht unter dem Motto "Partages d'exotismes", "Exotismen teilen". Eingeladen sind Künstler aus aller Welt. Ihre Werke sind thematisch zusammengestellt, nach Lebensbereichen, menschlichen Verhaltensmustern und Gefühlen.
Der Fotograf Thomas Struth aus Düsseldorf baut seine Videoinstallation
auf.
Seit einigen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Menschen vor
der Kamera.
Mit fünf parallel laufenden Videoporträts möchte Thomas
Struth "Zeit" intensiv spürbar werden lassen, als Moment der Konzentration
und Selbstfindung.
Der Kameruner Barthélémy Toguo hat eine Installation aus unterschiedlichen Holzobjekten gezimmert. Als einen "gesammelten Reisebericht" bezeichnet er das Werk, in dem er konkrete Erfahrungen mit Polizei und Zollbehörden thematisiert. Toguo will seine Umgebung mit Klischees und Vorurteilen konfrontieren.
In den kunstvoll gestalteten Köpfen von Andreas Dettloff kommen verschiedene Kulturen zum Ausdruck. Der Künstler hat in Düsseldorf studiert und kam dann über ein Stipendium nach Tahiti, wo er heute lebt und arbeitet. Dettloff lässt Einflüsse von Südseekultur und westlicher Konsumgesellschaft aufeinandertreffen.
Auf der Biennale in Lyon und beim "Plan B" in Dortmund werden Grenzen überwunden. Bei allen Künstlern spielt die Begegnung mit anderen Kulturen, mit neuen Möglichkeiten der Wahrnehmung, der Abgrenzung oder Vermischung eine Rolle.