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Paris - Berlin: Stadtentwicklung von unten
Paris - Berlin: Quartiers de ville
Nächster Sendetermin:
Sendetermin noch nicht festgelegt.
Mediennummer:
4284342 (D, VHS) / 4284348 (F, VHS) / 4682288 (, DVD)
Paris und Berlin, zwei Hauptstädte, Metropolen mit unterschiedlichem geschichtlichem und kulturellem Hintergrund. Städte, die vor allen Dingen von den Menschen geprägt sind, die dort leben.
Passe-partout befasst sich in dieser Folge mit Bürgern, die ihre Stadt, das Viertel in dem sie wohnen, aktiv mitgestalten. Vorgestellt werden zwei Projekte in Paris und zwei in Berlin.
Viele Pariser leben in großen Sozialwohnblöcken. Meist ist das Leben dort von Anonymität, Angst und gegenseitigem Misstrauen geprägt. Die Bewohner der Rue de Charonne 179 beschlossen vor 10 Jahren, etwas dagegen zu tun. "Nr. 179" nennt sich die aktive Hausgemeinschaft, die sich einiges einfallen lässt. Ein kleines Dorf mitten in der Stadt...
Als zweites Pariser Stadtprojekt wird eine lokales Stadtentwicklungsteam vorgestellt, das zwischen 17. und 18. Arrondissement angesiedelt ist, in einem Viertel, das als sozialer Brennpunkt gilt. Das von der Stadt beauftragte Team versucht zusammen mit Bewohnern und Bürgervereinen Konzepte zu erarbeiten, um das Gebiet aufzuwerten. Anlaufstellen für die Bürger werden geschaffen, Kulturzentren aufgebaut...
Berlin hat seit dem Fall der Mauer mit vielen Problemen zu kämpfen.
Die Sanierung ist in vollem Gang, Kultureinrichtungen und Firmengebäude
schießen aus dem Boden. Das Leben ist teurer geworden, die Mieten
steigen, viele Mieter müssen ihre Wohnungen verlassen. Im Prenzlauer
Berg, dem neuen "In-Viertel" im Osten der Stadt, haben sich
Bürger zusammengeschlossen. Sie haben den "Kiezladen" gegründet,
eine Anlaufstelle für die Bewohner des Viertels, bei der sie Rat
und Unterstützung finden und selbst aktiv werden können.
Auch der Berliner Verein RAW-Tempel wurde von engagierten Bürgern
gegründet.
Das stillgelegte "Reichsbahnausbesserungswerk" (RAW) wurde kurzerhand
zum Kulturzentrum umfunktioniert; mittlerweile unterstützt auch die
Stadt das Projekt. Bewohner und Künstler wollen gemeinsam das 10
000 qm große Industriegelände zu neuem Leben erwecken.
Vier Beispiele für eine "Stadtentwicklung von unten", die Ausblicke auf die gesamte Großstadtproblematik erlauben.