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Nomaden der Flüsse

Vies de mariniers


Junger Mann löst die Leine eines Schiffes

Nächster Sendetermin:
Sendetermin noch nicht festgelegt.

Mediennummer:
4284343 (D, VHS) / 4284349 (F, VHS) / 4682289 (, DVD)

Fast jeder hat sie schon einmal gesehen: die Nomaden der Flüsse, wenn sie in weiter Ferne mit ihren Lastkähnen vorüberziehen - an Bord ein Berg voll Sand oder Kohle, ein paar spielende Kinder, ein Hund, ein Fahrrad und eine Wäscheleine.
Es scheint, als hätten die Binnenschiffer den Urlaub zum Beruf gemacht – bei gutem Wetter zumindest. Doch was weiß man wirklich über diese Menschen? Woher kommen sie, wohin fahren sie, wie ist es, Tag und Nacht auf dem Wasser zu leben?

Passe-partout begleitet zwei Frachtschiffe: eines auf dem Rhein und eines auf der Rhône.

Gerhard Huskitsch, der deutsche Schiffsführer, steuert die „Stadt Würzburg“ den Rhein hinunter bis Rotterdam. Das Schiff gehört einer Reederei, doch Huskitsch ist sein eigener Herr. Er hat das Sagen an Bord und gibt das Ruder nicht aus der Hand.
Nur seine Frau und ein Matrose gehen mit ihm auf Fahrt.

Auf der französischen „Redoutable“, fährt Philippe Parmentier, der 1. Kapitän, mit seiner Mannschaft die Rhône hinauf. Ein 2. Kapitän, ein Steuermann und zwei Matrosen arbeiten mit ihm zusammen sieben Tage lang an Bord. Dann haben sie sieben Tage Pause, eine andere Mannschaft übernimmt das Schiff.

Der Film zeigt, wie die Schiffer ihre Fracht laden und löschen, wie sie Schleusen passieren und ankern. Natürlich trauern die Binnenschiffer der „guten alten Zeit“ nach. Ihr Beruf steckt voller Entbehrungen, und dazu kommen drückende Zukunftsängste: In Deutschland und Frankreich steckt die Flussschifffahrt seit Jahren in einer tiefen Krise: LKW und Züge haben den Schiffen Konkurrenz gemacht, sind schneller und flexibler. Die Binnenschiffer fürchten um ihre Existenz.